Während in anderen Ländern in regelmäßigen Abständen neue Animefilme auf die Kinoleinwand kommen, sieht es bei uns in der Regel recht übersichtlich aus. Falls doch mal wieder ein Highlight zu uns gelangt, wird es mit großer Wahrscheinlichkeit nur in einigen ausgewählten Kinos der größten Städten zu bestaunen sein. Die zum Teil gigantischen Erfolge, die Animes im einigen Ländern (vor allem natürlich Japan) regelmäßig erzielen, konnten hier in den letzten Jahren nicht erreicht werden. Obwohl die Filme um die Jahrtausendwende (Pokémon und Co.) damals noch ordentlich Fans an die Kinokassen holte. Nun startet man mit „Der Mohnblumenberg“ einen nächsten Anlauf.

Kinos

Wie schon zuvor, wird auch der neuste Kinofilm nur in auserwählten Kinos, unter anderem in Stuttgart, Leipzig und München, zu sehen sein. Der Film von Goro Myazaki, der zum Beispiel für „Die Chroniken von Erdsee“ verantwortlich war, soll dabei ein weiteres Mal hauptsächlich die junge Zielgruppe ansprechen. Der Publisher „Universum Film“ wird dabei hoffen, dass zumindest die wenigen Kinopartner erfreuliche Zahlen schreiben werden. Insgesamt wird der Film in über 40 Kinos zu sehen sein.

Problem?

Das Problem des Animes ist allgemein, dass er abseits des Mainstream (One Piece, Pokémon etc.) in Deutschland nur eine extrem kleine Nische anspricht. In diesem Fall kommt dazu, dass die junge Zielgruppe, für die der Film produziert wurde, durch die geringe TV Präsenz sehr schlecht an dieses Genre herangeführt wird. Ältere Kinobesucher (abgesehen von den Hardcore Fans) würden sich den Film eventuell im Fernsehen ansehen, aber nicht extra dafür ins Kino gehen. Auch weil das Anime Genre gerade unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen oft belächelt wird. Es müssten sich schon Gruppen von Fans zusammentun, die sich das Spektakel gemeinsam anschauen möchten. Und in Betracht dieser Umstände bleiben Animes im Kino leider nur eine Randerscheinung. Das wird sich so schnell auch nicht ändern.