Media_Event_Hands_On_FFXIVARR_PS4-Version
DRG Char
Frisch gestärkt war es uns nun offen, die acht Plätze vor den Playstations einzunehmen, um selbst zu testen, was die neue Konsole in Verbindung mit dem Spiel hergibt. Ich begab mich an einen Platz, setzte das Head-Set auf, nahm den neuen Controller in die Hand und begann zu spielen. Das Spiel startete auf einem japanischen Server, der zu Testzwecken angelegt wurde. Was mir als erstes dargeboten wurde, war der Traum jedes Spielers: Alle Klassen, sei es Krieger, Magier, Sammler oder Handwerker, waren auf dem Level 50 und dem sei nicht genug. Nein, im Inventar befanden sich auch die zu dem Zeitpunkt besten, vorhandenen Ausrüstungen und Waffen. Ich entschloss mich für die Kriegerklasse Dragoon, welche ich sonst privat hauptsächlich nutze, rüstete mir den allagischen Speer aus, die komplette allagische Rüstung und begann meine Reise durch ein wundervoll detailliertes Eorzea.
Obwohl es sich noch nicht um die End-Version handelt, konnte man schon erkennen, dass die PlayStation 4 mehr hergibt als die PlayStation 3. Die Texturen waren wesentlich schärfer, die Farben wurden besser und schöner dargestellt und im Großen und Ganzen wirkte das Spiel um einiges schöner. Einige der Leute erwähnten, dass es mit der PC-Version vergleichbar wäre, dies kann ich nicht direkt beurteilen, weil ich die PC-Version nie getestet habe. Ich denke aber, solange es ein guter Fortschritt zur PS3 ist, hat Square Enix erreicht, was die Konsoleros erwarten.

Die Ladezeiten, wenn man von einem Gebiet ins nächste kommt, waren auch kürzer, was dem Spiel angenehm zugutekommt. Mehrmals schon bemerkte man, wenn man in einer Gruppe mit PC-Spielern war, dass diese kürzere Ladezeiten hatten, besonders in Dungeons (Laden der Cutscenes) zu merken. Dies sollte sich mit der PS4-Version jedoch annähern. In der Release-Version wird dies mit Sicherheit auch noch schneller als im Test funktionieren, da die Testumgebung ein Server in Japan war und zudem sicherlich bis zum Release noch einiges überarbeitet wird.

Inventar Shortcuts
Während ich so durch Eorzea streifte, fiel mir eine Anordnung von schwarzen, grünen und roten Punkten auf, welche mir aus der PlayStation 3-Version nicht bekannt war. Es handelt sich dabei um Shortcuts für das Inventar sowie die Ausrüstungsslots. Es bietet somit eine gute Übersicht über das Inventar: Wie viele Plätze sind belegt? Wie viel Platz habe ich noch? An welchen Körperteilen habe ich Rüstung angelegt? Diese Funktion gibt es bisher nur für die Windows-Version, weil es dort mit der Maus einfacher zu bedienen war und man mit der PS3 zwar in der Lage war in den Mausmodus zu wechseln, dies hierfür aber zu umständlich gewesen wäre.
Da komme ich auch schon zur Funktion des Touch-Pads des DualShock 4-Controllers. Das auf der Vorderseite des Controllers befindliche Touch-Pad ist ganz einfach per Finger bedienbar und steuert die Maus über den Bildschirm. So lassen sich auch ganz einfach Fenster anordnen oder verschieben. Das Touch-Pad fungiert zudem als die für PS3-Spieler bekannte Select-Taste, wenn man das Touch-Pad nicht nur leicht berührt, sondern eindrückt. Dieses gibt dann nach, wie eine normale Taste. Ins Menü gelangt man hier dann nicht mehr über Start, sondern über die Option-Taste.

Aufgrund der Leere der Server, war es mir leider nicht möglich eine Dungeon oder ein Primae zu testen. Trotzdem gelang es mir dann erfolgreich etwas zu finden, was mir so noch nicht bekannt war. Ein Blick in die Liste der Reittiere offenbarte mir zwar noch nicht das vorig genannte Cocomoppel-Reittier aus der Collectors Edition, jedoch kamen zwei zumindest mir noch nicht bekannte Reittiere zum Vorschein. Das eine war die Typ C-Magitek-Kampfmaschine, welche eine goldene Rüstung trägt und das Reittier namens „Alptraum“, ein Einhorn in schwarzer Gestalt mit Feuer umgebenen Horn und dunkelblauer Mähne, das dem anderen Einhorn ähnelt. Freunde aus meiner amerikanischen Gilde berichteten mir später jedoch, dass diese Reittiere bereits existieren. Das Einhorn wäre die Belohnung für den Kampf gegen Garuda Extreme Mode und die Typ C-Magitek-Kampfmaschine erhält man für 500 Empfehlungen zum wertvollsten Spieler.

Alptraum
Typ C-Magitek-Kampfmaschine

Hier angekommen fielen mir keine konkreten Inhalte ein, die ich noch hätte testen können, schließlich konnten wir die PS4-Version testen und nicht Patch 2.2. Ich beschäftigte mich also mit der nebenbei liegenden PlayStation Vita:

Die Remote Play-Funktion war schnell angewählt und prompt verband sich die Vita mit dem Spiel, was laut Square Enix zwar unter einer Sekunde passiert sollte, aber nicht ganz gehalten werden konnte. Dies lag aber auch vielleicht daran, dass dies noch nicht die Release-Version ist; hoffe ich zumindest. Der Umgang mit der PlayStation Vita ist am Anfang gewöhnungsbedürftig, besonders für Leute, die vorher noch nie eine in den Händen gehalten haben. Prinzipiell ist die Idee dieser Remote-Funktion aber gut umgesetzt. Die Tastenbelegung bleibt genauso wie auf dem Controller der PS4, den einzigen gravierenden Unterschied macht aus, dass die Vita nur über zwei statt vier Schultertasten verfügt. Hierfür fungiert dann aber die Rückseite der Vita, welche eine Touchoberfläche ist. Ein kurzes Tippen auf die obere rechte und linke Hälfte der Touchfläche simuliert den L2- und R2-Tastendruck, während die unteren Hälften den L3- und R3-Tastendruck simulieren. Somit muss man also keine Einbußen in der Anzahl der Tasten machen.

Die Grafik bietet eine detaillierte und hohe Qualität und reicht für das Spielvergnügen auf der Vita aus. Wer aber die Story verfolgt, Dungeons bestreitet oder sich den mächtigen Primae stellt, wird diese Inhalte wohl kaum auf der Vita bestreiten. Ich persönlich denke, dass sich das Gameplay der User auf der Vita eher auf das Leveln von Handwerkern und Sammlern beschränkt sowie Craftings oder kleineren Inhalten, wie das Leveln von Zweitklassen.

Fazit: Die PS4-Version von Final Fantasy XIV: A Realm Reborn sieht wirklich schön aus und bietet direkt den vollen Funktionsinhalt der Playstation 4. Mit den kürzeren Ladezeiten steigt das Spielvergnügen und ein Gebietswechsel wird nur noch zu einem kleinen Schritt. Wer abends noch Rüstungen schmieden oder einige Ressourcen sammeln möchte, kann dies gemütlich vom Bett aus, um bei ausreichender Müdigkeit nur noch die Vita beiseitelegen zu müssen. Im Großen und Ganzen bietet es also doch so einige Vorteile im Vergleich zur PS4-Version.