Das Testament des Sherlock Holmes lässt den gleichnamigen Privatdetektiv, der der Feder von Sir Arthur Conan Doyle entstammt, wieder neu aufleben. Knifflige Rätsel benötigen eine Beobachtungsgabe, die seines gleichen sucht. Zeit für einen Blick auf die dunkle Seite des Sherlock Holmes?

Story

Wir schreiben das Jahr 1898 in London. Gemeinsam mit euren treuen Freund Watson habt ihr als Sherlock Holmes seinen letzten Fall gelöst, indem ihr eine wertvolle Halskette wiedergefunden habt. Doch statt einem Triumpf mehr, erwartet euch Tags darauf eine üble Nachrede. Die Halskette soll eine Fälschung sein und der aktuelle Zeitungsartikel in der Globe Explorer wirft auch noch die Schuld gen Holmes. Denn wer, außer ihm, hätte die Kette noch im letzten Moment austauschen können?

Nun liegt es an euch, denn die Bevölkerung und auch die Polizei scheint an Holmes Integrität zu zweifeln und das Vertrauen in ihn schwindet. Zudem gelingt es Holmes nicht, die Anschuldigungen und Verdächtigungen ihm Gegenüber zu entkräften. Doch das Verbrechen schläft nicht und Holmes sieht sich zudem einem Mordfall gegenüber. Der Bischof von Knightsbridge wurde ermordet und auch dieser Fall lässt einige Fragen und Rätsel offen.

Kann Sherlock Holmes seinen guten Ruf wiederherstellen und vielleicht sogar die originale Halskette beschaffen und seinen wahrhaften Dieb dingfest machen? Und was ist mit dem Bischof? Kann Holmes den tatsächlichen Mörder noch überführen? Fragen über Fragen, doch die Antwort kennt nur einer…. Sherlock Holmes!

Spielmechanik

Je nach Situation übernehmt ihr die Steuerung von Sherlock Holmes persönlich oder die von seinem treuen Freund Dr. Watson. Mit L3 bewegt Ihr euch vorwärts und mit R3 könnt ihr die Kamera euren Bedürfnissen nach anpassen. Die Vierecktaste erlaubt es euch den Blickwinkel der jeweiligen Spielfigur zu übernehmen und mit der Dreiecktaste geht ihr ins Menü. Mit der L1- und R1-Taste könnt ihr zwischen den Gegenständen umherblättern, die ihr im Laufe des Spiels aufgelesen habt. Haltet man die R2-Taste gedrückt, wechselt die Spielfigur in den Laufmodus. Mit L2 kann die besondere Fähigkeit Homes aktiviert werden, der sechste Sinn, der euch in der Not des nicht Vorankommens den weg weißen wird.

Die Steuerung an sich ist anfänglich ein wenig gewöhnungsbedürftig, da man gerade bei der Untersuchung von Tatorten viele kleine Schritte, aber enorme Kamerabewegungen zurücklegen muss. Es dauert ein wenig bis man den dreh raus hat, aber dann geht das ganze wie aus dem FF.

Müsst ihr in einem kniffligen Fall Untersuchungen anstellen, erscheint an den wichtigsten Punkten eine Lupe und es ist an euch, die Fakten dort aufzulesen. Später müsst ihr anschließend aufgrund der vorliegenden Fakten eine Deduktion vornehmen und die Beweise miteinander verbinden, um ein logisches Ergebnis zu erzielen. So ist es zum Beispiel logisch, dass wenn die vermeintlichen Mörder einen Tresor nicht öffnen konnten, sie somit auch nicht bekommen haben, was sie wollten.

In manchen Situationen seht ihr euch kleinen Minispielen gegenüber, wie das Knacken eines Schlosses oder das Öffnen einer Bodenfliese. Es empfiehlt sich grundsätzlich alles genau zu Lesen und die gesammelten Informationen zu verwenden. Oftmals können auch diese für kleine Minispiele hilfreich sein.
Auch kann es sein, dass ihr mithilfe der Gerätschaften in der Baker Street die Dinge untersuchen müsst und dabei etwaiges Werkzeug braucht, aber keine Sorge. Sherlock sagt euch schon genau, was er möchte: sei es ein Buch zum Nachschlagen, eine Pipette oder gar einen Pinsel.

Wenn es Zeit wird neue Orte aufzusuchen, wirft man einen Blick in das Menü und auf die Karte Londons. Hier kann man durch Wählen der richtigen Kartenmarkierung das gewünschte Ziel erreichen.

In besonderen Situationen gibt es eine Reihe von Dialogen, an denen man interaktiv teilnehmen kann. So kann man nach bestimmten Dingen fragen lassen und so den Gesprächsverlauf positiv als auch negativ beeinflussen.

Grafik

Die Grafik des Spiels ist sehr detailgetreu, jedoch zeigt sie hier und da seine Schwächen. Doch die unzähligen Animationen hauchen dem Weltbild des vergangenen Londons enormes Leben ein. Die eine oder andere Zwischensequenz lockert die Geschichte und deren Dialoge enorm auf und sorgt für ein kurzzeitiges Filmerlebnis.

Sound

Der Sound ist nicht unbedingt mitreisend, jedoch sorgt er für eine besondere Tiefe und in der einen oder anderen Situation auch für pure Gänsehaut. Verbeißt man sich jedoch sehr in einem Rätsel, kann der Sound nach längerer Zeit ein wenig störend werden.
Die Synchronisation der Charaktere ist gut gelungen und auch die Stimmen passen zu ihren individuellen Persönlichkeiten.