Sonic der Igel ist zurück und macht diesmal zusammen mit seinen Gefährten die Nintendo Wii U unsicher. Warum Sonic nicht immer gleich Sonic ist, wollen wir euch in unserem Test zeigen.

Story

Auf der Flucht vor dem ewigen Widersacher Dr. Eggmann, verschlägt es Sonic und seine Gefährten Tails, Knuckles und Amy in eine mystische alte Ruine. Da es kein Weg zurück gibt, wagen sich die vier Freunde tiefer in das Innere der Ruine und stoßen dabei auf etwas, das lieber unentdeckt geblieben wäre.
Ein Jahrtausend altes Wesen ist hier gefangen gewesen und hätte es lieber bleiben sollen. Doch die Anwesenheit der Vier erweckt es aus seinem Schlaf. Es erkennt den blauen Igel wieder, der, der seinen Plan vor einem Jahrtausend zu Nichte gemacht hatte. Doch kann das sein?

Das schlangenartige Wesen, das sich selbst Lyric nennt, entflieht dieser Gruft aus Ruinen. Sonic und seine Gefährten sehen sich somit einem neuen Feind gegenüber. Nicht schon genug, dass Dr. Eggmann weiterhin sein Unwesen treibt, nun verbündet er sich auch noch mit Lyric und seinen Roboterschergen. Und dann taucht da noch Shadow auf und will Sonic ein für alle Mal vernichten.
Wird es den Helden gelingen die Feinde ein erneutes Mal zurückzuschlagen?

Spielmechanik

Während Sonic, Tails, Knuckels und Amy auf Verfolgungskurs von Dr. Eggmann sind, übernimmt man bereits als Spieler die Kontrolle dieses Trupps. Die einzige Handlungsmöglichkeit besteht zunächst darin Hindernissen auszuweichen bzw. diese zu überspringen.

Wie üblich für Sonic-Spiele, opfert man bei erlittenen Schaden Ringe, wobei ein grundlegendes Kontingent von 100 Ringen jeder Charakter sein Eigen nennen kann.
Je nach Schwere des Schadens ist der Verlust der Ringe höher oder niedriger. Das Limit der Ringe kann im späteren Verlauf des Spiels erhöht werden.

Ab einem gewissen Punkt in der Verfolgung von Dr. Eggmann, landet Sonic und Tails in einem Wald. Hier kann man nun Sonic zunächst in einem Kampf steuern und dann in einem halbwegs freien Gelände. Dabei folgt man, wie so oft, einen Pfad aus Ringen. Neben diesem typischen Leitmittel können hier und da noch Kisten eingesackt werden. Während diesen Ereignissen erscheinen auf dem Bildschirm kleine Hinweise zur Steuerung. Bereits hier angekommen, zeigt die Kamera schon erste Eigenheiten. Sie schwingt teilweise wie wild umher und macht das Steuern der Charakter nicht gerade leicht. Die Kamera lässt sich zwar über den rechten Stick nachjustieren, nur endet dies in einer mittleren Katastrophe. Auch das Anpassen der Optionen ändert hieran nicht das Geringste.

Level Design
Bei dem Level-Design hat man sich ziemlich an die spielbaren Charaktere gehalten, soll heißen: Es gibt oft Situationen, in denen sich das bewerte Vierer-Gespann aufteilen muss. In der Regel sind das zwei Zweier-Teams. Das Gelände ist unterschiedlich strukturiert, spiegelt aber die Farbe der entsprechenden Charaktere wider, die diesen Pfad folgen sollen. So erstrahlen die Rampen in blau und zeigen an, dass Sonic diesen Weg nehmen muss. Dann gibt es rote Wände, dafür kommt natürlich nur Knuckles in Frage. Als wäre dies nicht schon einfach gestaltet, kommt noch hinzu, dass man sich von den Charakteren in jeder Situation sagen lassen muss, was man zu tun hat. So sagt Sonic zum Beispiel, wenn er sich einer Rampe nähert, „Wenn ich auf diese Rampe wirbele, schießt sie mich nach oben“ oder „Ich glaube diese Wand lässt sich einreißen.“
Als Spieler hat man also keine Gelegenheit in einem Moment auch nur zu überlegen und selbstständig zu reagieren. Die Charaktere sagt einem was zu tun ist.

Aus Schrott mach Neu
In einem etwas späteren Spielverlauf stößt man als Spieler auf Cliff, der mit einigen anderen in einem Canyon lebt. Dort kann man unter anderem mit den gesammelten Roboterteilen einige Punkte im Camp wieder aufbauen. Gleiches gilt für das alte Eiland, das wiederrum ein wenig später im Spiel erreicht wird.
Der Wiederaufbau hat zum Vorteil, dass einige neue Bereiche in den Gebieten betreten werden können und dadurch zum Beispiel weitere Kronen und Kisten zum Vorschein kommen.

Die Entwicklung der Charaktere
An einigen Orten lassen sich Apparate finden, an denen man für Kronen und Roboterteile die Charaktere mit Verbesserungen versehen kann.
So bewirkt beispielsweise „Doppelangriff“, das der Schaden geringfügig erhöht wird, wenn beide Spieler gleichzeitig einen Gegner angreifen. Mit „Geldsäcke“ hingegen kann die maximale Anzahl an Ringe erhöht werden.

Desweiteren können durch bestimmte Aufträge sogenannte Verbesserungsrelikte erworben werden, die wiederrum weitere Effekte auf einen Charakter wirken können, sofern diese natürlich angelegt wurden. Das Relikt „Knallkopf“ bewirkt zum Beispiel, dass das Besiegen von Gegnern zusätzliche Explosionen verursacht. Das „Blasenschild“ hingegen erzeugt einen Ein-Treffer-Schild bei null Ringen.

Wirklich notwendig sind diese Verbesserungen und die Relikte für das Vorankommen im Spiel jedoch nicht.

Grafik

Trotz der lizenzierten CryEngine, hat das Spiel grafisch nicht viel zu bieten. Man hat sich zwar viel Mühe bezüglich den Details bei den Charakteren gegeben, aber in den Umgebungen ist dies nur sehr selten zu spüren. Besonders negativ zeigt sich die Kamera, die sehr ausgiebig hin und her ruckelt und somit ein Handeln mit den Figuren ziemlich erschwert.
Im Zweispieler-Modus zeigen sich jedoch weitere Schwächen. So hat man am Gamepad diverse Verzögerungen und Hänger. Scheinbar kommt hier die Engine nicht ordentlich ihrer Arbeit nach.

Sound

Die Melodien sind einschlägig und kaum abwechslungsreich, dennoch sorgen sie für eine halbwegs interessante Atmosphäre in den einzelnen Gebieten. Sie werden dabei jedoch immer wieder von platten Sprüchen mit einer nicht überzeugenden Synchronisation in den Schatten gestellt. Nach nur kurzer Spielzeit möchte man sich diese Synchronisation nicht unbedingt länger anhören.

Galerie