Corpse Party ist zurück und führt uns tiefer in die mysteriöse Welt von Heavenly Host und den dunklen Seiten des Book of Shadow. Gelingt es Ayumi die Rätsel in Corpse Party: Blood Drive zu lösen und dem Ganzen ein Ende zu bereiten?

[GR] - Corpse Party Blood Drive - Cover

Story

Corpse Party: Blood Drive greift die Geschichte zwei Monate nach den tragischen Ereignissen von Corpse Party: The Book of Shadow auf: Ayumi Shinozaki, die damals die schwarze Magie wirkte, wurde bei den Ereignissen schwer verletzt und durch Naomi Nakashima aus dem einstürzenden Shinozaki Anwesen gerettet. Beide wurden an einer alten Bergstraße aufgelesen und ins Krankenhaus gebracht. Dort stabilisierte sich Ayumis Zustand. Das Book of Shadow wurde unter den Trümmern des Anwesens begraben.

Zum ersten Mal, seit dem Zwischenfall, kehrt Ayumi frisch genesen an die Kisaragi Academy zurück. Zögerlich bleibt sie am Eingang stehen, wohl wissend, dass sie hier an einer Realität ohne Suzumoto, Miss Yui und die anderen erinnert werden würde. Doch zu ihrem Glück trifft sie auf ihre Freunde, doch schon bald scheinen die vergangenen Ereignisse sie wieder einzuholen.

Jedoch nehmen alle Ereignisse erst so richtig ihren Lauf, als ein fremder und mysteriöser Junge in Ayumis Zimmer erscheint und kurz darauf wieder aus dem Fenster verschwindet. Kann Ayumi dem Schrecken erneut entgehen?

Umsetzung

Die Story des Spiels gliedert sich in mehrere einzelne Kapitel auf. Insgesamt gibt es elf Kapitel und acht Zusatzkapitel. Hat man ein Kapitel erfolgreich absolviert, landet man auf dem Startbildschirm. Im Abschnitt New Chapter steht anschließend das nächste Kapitel zur Verfügung. Wer glaubt, noch etwas in einem vorigen Kapitel verpasst zu haben, kann auch ein bereits erfolgreich absolviertes Kapitel nochmal spielen.

Lauf, lauf weg und versteck dich!?

Für die relativ einfache Steuerung bietet das Spiel im Bedarfsfall eine kurze Erklärung. Die wohl wichtigste Erklärung dürfte das Sprinten sein, die Geheimwaffe, um im richtigen Moment die Flucht zu ergreifen. Doch Vorsicht, wer zu lange die Kreis-Taste gedrückt hält, bekommt schnell Probleme mit der Ausdauer seines Charakters.

Tritt man in Glassplitter oder bricht man durch den Boden, wird die Lebensenergie des Charakters angezapft. Ebenfalls geschieht das, wenn man nicht schnell genug die Beine in die Hand nimmt und den Phantomen, ohne Talismane in der Tasche, begegnet. Wenn diese euch erwischen, ist höchstwahrscheinlich das Licht aus.
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Aber nicht nur flinke Beine zählen hier zur Geheimwaffe, auch das erfolgreiche Verstecken vor Geistern und anderen schaurigen Wesen in Schränken kann zudem sehr bedeutsam für das eigene Überleben sein. Damit ihr auch wisst, wie nah das Wesen euch ist, seht ihr zum einem euren Herzschlag und zum anderen ein Pulsieren in Grün, dann Gelb und wenn das Wesen direkt vor eurem Schrank steht, ein unheilvolles Rot. Wer sich hier dann aus dem Schrank wagt, läuft höchstwahrscheinlich in die Arme des Bösen.

Manchmal können jedoch auch bestimmte Textpassagen beim weiteren Vorankommen sehr hilfreich sein. Hierfür bietet das Spiel das sogenannte Message Log, das über die Viereck-Taste aufgerufen werden kann. Gesprochene Textpassagen können hier im Übrigen auch nochmal abgespielt werden.

Funkel, funkel mein kleines Item!

In manchen Situationen müssen bestimmte Gegenstände gesucht und gefunden werden. Wie gut, dass viele dieser wie funkelnden Sterne am Himmel doch glatt überall rumliegen. Da ist man als Spieler nicht allzu sehr gezwungen, irgendwo in der Pampa vergebens zu suchen und kann sich schnell und einfach der fesselnden Story hingeben.

Das ist aber Gott sei Dank nicht immer der Fall, wodurch man als Spieler somit auch gefordert ist das Areal ausgiebig zu erkunden. Wichtig ist jedoch, dass man hier sparsam mit dem Licht umgeht, denn sind die Batterien einmal leer, hat man schnell ein kleines Problem. Glücklicherweise gibe es in jedem Areal mindestens einen Satz zu finden.

Von Ladezone zu Ladezone

Da wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten nicht weit entfernt und dieser schenkt uns jede Menge Ladebildschirme. Von Anfang an wird man durchgängig von langen Ladezeiten geplagt, die den regulären Spielfluss immer wieder sehr stören. Dies macht sich bei allerhand Situationen sehr bemerkbar: Wechsel von Orten oder gar Räumen und Gesprächsdialogen.

Grafik

Grafisch zeigt sich das Spiel in einem 3D-Gewand, gepaart mit Standbildern und Szenen im Anime-Stil. Die Figuren werden bei Interaktionsmöglichkeiten im Chibi-Stil dargestellt, das dem Ganzen mehr einen Niedlichkeitsfaktor verpasst, statt den Horror zu unterstreichen. Dennoch kann man sich hier gut gruseln.

Sound

Bei dem Sound griffen die Entwickler auf 3D binaurales Audio zurück, das Surround Sound simulieren soll. Es kann zwar nicht immer 100%ig überzeugen, schafft jedoch eine beeindruckende Spielatmosphäre. Hier empfiehlt es sich sehr mit Kopfhörer zu spielen. Dadurch wird das Erlebnis noch verstörender.

Die japanische Synchronisation kann zwar gut überzeugen, doch empfiehlt es sich, die Stimmen in den Soundeinstellungen ein wenig runter zuschrauben, da man sonst bei den vielen Angstschreien schon fast taub wird.

Extras

An zusätzlichen Extras hat das Spiel so einiges zu bieten. Da wären zum einen die Gallery of Spirits, der Cursed Phonograph, die EVP Machine, die Soulfoul Testimonies und die Encyclopedia Obscura.

Die Gallery of Spirits bietet euch eine Sammlung verschiedener Illustrationen, die auf den bereits erlebten Ereignissen beruhen. Wenn man nochmal der Ambiente fördernden In-Game Musik lauschen möchte, hört man dies im Cursed Phonograph. Wer hier nicht genug bekommt, kann auch mehrere Stücke zu einer eigenen Playlist hinzufügen.
Die EVP Machine erlaubt das Kreieren von eigenen Konversationen mithilfe der Sprachdateien aus dem Spiel. Die Soulfoul Testimonies sind Nachrichten der Synchronsprecher.

Besonders interessant dürfte die Encyclopedia Obscura sein, die Informationen zu den Charakteren, Orten und Terminologien in Bezug auf Corpse Party während des Spiels speichert.

Corpse Party: Blood Drive
Publisher Marvelous USA
Entwickler Team GrisGris, 5pb.
Release 13. Oktober 2015
Genre Japanisches Adventure, Horror
Konsole PlayStation Vita
Text/Sprache Englisch/Japanisch
Spieleranzahl 1
USK 18
UVP 39,99€