Magie war einst ein Segen für die Welt, doch nun herrscht seit Jahren ein Verbot, dass niemanden erlaubt Magie anzuwenden. Aber eine von ihnen lebt noch im Austausch für ihre Freiheit, jedoch sollen die Fäden des Unvermeidlichen schon bald zusammenkommen.

Um was geht es?

Carciphona ©Shilin Huang ©Pyramond
Carciphona ©Shilin Huang ©Pyramond
Keritzel, ein junger Adliger, wird gleich zu Beginn der Geschichte von einer Gruppe Kinder eingekreist und aufgrund seines Standes diffamiert, ohne dies überhaupt verstehen zu können. Erst wurde die Magie verboten und dann auch noch eine Hexe unter den Menschen der Stadt versteckt gehalten, so die Vorwürfe.
Doch durch den Lärm vor dem Haus hervorgerufen, steht plötzlich eben jene Hexe, Veloce Visrin, vor Keritzel und den anderen Kindern. Trotz des Verbots, das niemanden im Land erlaubt Magie anzuwenden, schützt sie Keritzel und sich mit einer magischen Barriere. Als die Eltern der Kinder auftauchen, geht Veloce zurück ins Haus und Keritzel folgt ihr, ohne zu ahnen, in was er sich da begibt.

Nach diesen Ereignissen verfolgt Keritzel sein ursprüngliches Ziel und erfährt bei seinem Lehrmeister mehr über das Verbot und den Grund, warum Veloce, eine Hexe oder viel eher gesagt eine Zauberin, dennoch in der Stadt lebt. Zu diesem Zeitpunkt ist sich Keritzel noch nicht bewusst, welches Rad diese schicksalshafte Begegnung in Bewegung gebracht hat.

Indes wird Veloce von der Verursacherin des Verbots heimgesucht: Blackbird, eine schwarzhaarige Assassine und eine vermutliche Carciphona mit nur einem Ziel. Sie will Veloce aus dem Weg räumen.

Charaktere

Die Charaktere sind vielschichtig und abwechslungsreich, so dass man sich als Leser gut mit der einen oder anderen Figur identifizieren kann. Keritzels Persönlichkeit und auch ein wenig das Äußere erinnern mich etwas an Negi Springfield aus Magister Negi Magi. Die einzelnen Gefühlswelten, gerade im speziellen die von Veloce, sind durch die Story nachvollziehbar und werden durch die zeichnerische Darstellung sehr gut zum Leser transportiert.

Darstellung

Der Zeichenstil, der an manchen Stellen an Skizzen erinnert, verleiht dem Manga seinen absolut eigenen Charme und das voll und ganz im positiven Sinne. Die ersten paar Farbseiten konnten mich schon, alleine vom Zeichenstil aus betrachtet, zum Weiterlesen motivieren.
Shiling Huang legt beim Zeichnen definitiv Wert darauf, die ihm zur Verfügung stehende Fläche ausgiebig und gut gegliedert zu nutzen. Beim Zeichnen wechselt der Künstler gerne mal zwischen realistisch wirkenden Figuren und Chibi-Figuren und trifft dabei Situationen punktgenau.

Präsentation

Das erste, was einem bekennenden Manga-Leser auffallen wird, ist das außergewöhnlich große Format, genau gesagt beträgt das Format 13,7 x 21 cm, wobei selbst das Standardformat von Tokyopop im Vergleich klein wirkt. Aber nicht nur fällt der Manga aus dem üblichen Schema, denn auch bei der Papierqualität hat das Team von Pyramond einen eigenen Standard gewählt. So dickes Papier hatte ich bisher wohl nur bei Artbooks in den Fingern, wenn ich mich recht entsinne. Ein Vorteil der dicken Seiten ist auf alle Fälle die Tatsache, dass beim Umblättern die Seiten nur schwer zu knicken sind. Der Erstauflage des Manga liegt zudem noch eine exklusive Postkarte bei.

Lektoriert von Sabine L.
Carciphona
Originaltitel Blackbird
Mangaka Shilin Huang
Genre Fantasy
Verlag Pyramond
Bände 3
Veröffentlichungen Band 1 - 05.2015
Band 2 - 09.2015
Band 3 - 05.2016
Erstpublikation Japan
Preis 12€
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Story
10
Charaktere
8
Darstellung
9
Präsentation
9
Preis-Leistungs-Verhältnis
8
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Ich bin ein 88er Jahrgang, Gamer, Manga und Anime Freak sowie Blogger. Ich fühle mich in fast jedem Genre zuhause und bin für neue Dinge, mögen Sie noch so verrückt sein, zu haben. Ich Spiele derzeit Pokémon Mond, Paragon, Final Fantasy XIV und XV sowie Dishonored 2.