Nachdem der erste The Crew-Teil von Entwickler Ivory Tower in Zusammenarbeit mit Ubisoft teilweise sehr schlechte Kritiken erhielt, arbeiteten die Studios am Nachfolger, der am 29. Juni erscheinen wird. Morgen endet die Open Beta zu The Crew 2. Wir haben das Spiel angespielt und verraten euch, welche Eindrücke wir sammeln konnten.

Das Spielprinzip ist unverändert geblieben. The Crew ist ein Open World Spiel, bei dem ihr einen zu Anfang noch unbekannten Rennfahrer steuert. Ihr schließt verschiedene Rennen ab und versucht dabei nicht nur zu gewinnen, sondern auch coole Stunts zu absolvieren. Dadurch gewinnt ihr Fans und könnt zur Rennfahrerlegende aufsteigen.
Neben einer Menge an verschiedenen Fahrzeugtypen, könnt ihr euch problemlos auch auf dem Wasser per Boot und in der Luft per Flugzeug bewegen. Die einzelnen Steuerungen unterscheiden sich dabei, wodurch das Gameplay abwechslungsreich ist.

© Ubisoft

Wenn ihr gerade kein Rennen fahrt, könnt ihr entspannt über die Map flitzen und dabei die gesamte USA bestaunen. Genießen könnt ihr die Aussicht allemal, denn die Grafik ist sehr gut und die Spielwelt bietet schöne Details.
Negativ aufgefallen ist uns allerdings, dass die Welt sehr unbelebt wirkt. Zwar laufen einem sowohl verschiedene Tiere wie auch Menschen über den Weg, aber diese wirken nicht wirklich lebendig. Selbst während eines Rennens kann es vorkommen, dass am Fahrbahnrand Menschen zu sehen sind. Fährt man diese, gewollt oder nicht, über den Haufen, glitchen sie einfach zur Seite weg, bevor sie schließlich die Flucht ergreifen.

Wenn ihr gerade mal keine Lust aufs Fahren habt, könnt ihr einen Abstecher in eure eigene Wohnung machen. In der Beta konnte man hier zwar nur seine Autos anschauen, im fertigen Spiel aber sollt ihr u. A. auch die Möglichkeit haben, euren Charakter neu einzukleiden.

© Ubisoft

Die verschiedenen Rennen machen Spaß und sind herausfordernd. Auffällig ist, dass es so scheint, als wäre die KI eine „Gummiband-KI“. Das bedeutet, wenn man sich auf den ersten Platz vorkämpft, hält die KI einen bestimmten Abstand hinter einem bzw. man wird wieder überholt. Wir hatten den Eindruck, dass man keinen wirklichen Vorsprung rausfahren konnte. Problematisch wird dies dann, wenn man einen Fahrfehler macht und sofort wieder von der Hälfte der Gegner überholt wird.
In der Beta war das Fahren mit anderen Spielern noch nicht möglich, wird aber ein bedeutender Bestandteil des fertigen Spiels sein. Im Rennen mit „echten“ Gegnern, fällt natürlich auch die „Gummiband-KI“ weg. Dennoch wird es ebenfalls möglich sein, nur mit KI-Gegnern zu fahren. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese nach Release im Rennen verhalten.

Überzeugt hat uns die doch recht große Auswahl an verschiedenen Fahrzeugen. Wie zu erwarten, gibt es die größte Variation bei den Autos. Besonders für Anfänger und diejenigen, die sich mit Autos nicht so gut auskennen, ist es von Vorteil, dass man jedes Fahrzeug vor dem Kauf Probefahren kann.
Nach jedem Rennen sammelt ihr Fahrzeugteile, mit denen ihr eure Gefährte verbessern und tunen könnt. Wie in vielen anderen Rennspielen, könnt ihr in The Crew 2 jedes Fahrzeug individuell und frei gestalten. Ebenfalls stehen viele verschiedene Ansichten zur Verfügung, sodass jeder die für sich perfekte finden sollte.

Fazit

Das Gameplay macht Spaß und die Welt ist schön anzuschauen. Während der Beta gab es bei uns keine Ruckler und nur sehr unauffällige Bugs, die den Spielfluss nicht weiter beeinflussten.
Der Verzicht auf eine Story ist nicht tragisch, denn die Rennen sind durchaus herausfordernd und bieten ausreichend Motivation.
Die „Gummiband-KI“ und kaum lebendig wirkende Umgebungen sind für Rennspiel-Fans auch zu verkraften. Das Spiel ist im Allgemeinen auch für Anfänger geeignet und bietet eine gute Abwechslung. Nur die KI könnte für Anfänger frustrierend sein.

Die Beta hat uns schon ganz gut gefallen und die Kaufentscheidung verstärkt. Wer sich noch unsicher ist, sollte aber auf weitere Tests bzw. Reviews nach Release des Spiels warten. The Crew 2 erscheint am 29. Juni 2018 auf PC, PlayStation 4 und Xbox One.


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