Review: Ponpu für PC

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Ponpu: Gameplay-Trailer zeigt mehr Enten-Action in Bomberman-Style
Ponpu ©Zordix Publishing

Ponpu, der Bomberman-Klassiker in neuem Entengewand ist seit wenigen Tagen erhältlich. Nachdem wir das Indie-Spiel bereits im September getestet haben, wagten wir uns erneut in die aufregende Welt der bombenlegenden Ente.

Um was geht es in Ponpu?

Die kleine Ente Ponpu begibt sich gemeinsam mit seinen Geschwistern in die gefährlichsten und rätselhaftesten Dungeons. Sie erledigen eine Quest nach der nächsten, um dadurch den allmächtigen Entengott zu rufen. Nur so können sie ihn herausfordern und besiegen, um die Welt vor der endgültigen Vernichtung zu retten.

Story

Nachdem wir die Fähigkeit unseres Ponpu gewählt und das Tutorial bestanden haben, starten wir direkt in den ersten Dungeon der ersten Welt. Die Prüfung, in der wir uns vor dem Entengott beweisen, beginnt.

Während wir also im Story-Modus von Quest zu Quest wandern, müssen wir Bomben in Form von Eiern platzieren, um so unsere Gegner zu besiegen, Wände einzureißen und den Weg zum Ziel aufzusprengen. Es ist daher von großem Vorteil, dass wir unendlich viele Eier legen können.

Ponpu ©Zordix Publishing

Die erste Welt und der erste Endboss sind leicht zu meistern. Die darauffolgenden Dungeons werden zunehmend größer und schwerer. Besonders für die Endgegner ab der dritten Welt benötigen wir schnelles Fingergeschick und größte Konzentration. Hier tritt schon mal der ein oder andere Frustmoment auf.

Charaktere

Der wichtigste Charakter ist natürlich unsere Ponpu. Wir können zwar das Aussehen nicht verändern, jedoch die Fähigkeit. Hier können wir zwischen einer Bombe mit Fernzündung oder einem Bohrei auswählen. Im Multiplayer-Modus stehen noch weitere Eier zur Auswahl, so etwa ein Giftei oder das Eisei. Außerdem ändert sich das Aussehen der Ponpus, sonst könnten wir sie nicht voneinander unterscheiden.

Spieldesign

Bevor wir in das erste Level starten, beginnt ein Tutorial. Dort erklärt uns die mysteriöse Ente alle Spielmechaniken und die Tastenbelegung. Neben den Pfeiltasten benötigen wir noch drei weitere für unsere Ponpu. Das war auch schon alles.

Die Steuerung ist möglichst simpel gehalten: bewegen, Bombe platzieren/schießen, Schutzschild einsetzen und Fähigkeit aktivieren. Mehr muss unser Ponpu nicht können, eben ganz im Bomberman-Stil.

Neben dem Story-Modus besitzt Ponpu noch drei weitere Modi. In Team Deathmatch, Münzen-Diebstahl und Mal-Duell jagen wir uns mit drei weiteren Spielern gegenseitig in die Luft.

Review Ponpu für PC
Ponpu ©Zordix Publishing

Dungeons

Wie bereits erwähnt, werden die Dungeons zunehmen schwerer und verändern in jeder Welt ihr Aussehen. Beispielsweise können wir die anfänglichen Gegner noch mit einer Bombe besiegen, während wir später mindestens zwei benötigen.

Fast alle Steine, Blumen oder anderweitigen Gegenstände auf dem Spielfeld können in die Luft gejagt werden. Darunter befinden sich bunte Federn oder zusätzliche Level. Die Federn scheinen jedoch keinen Nutzen zu haben. Wir erhalten lediglich eine Errungenschaft, wenn wir genügend gesammelt haben.

Unser Ponpu besitzt drei Leben. Feindliche Angriffe, aber auch unsere eigenen Bomben ziehen bei jedem Treffer ein Leben ab. An manchen Orten befinden sich verstecke Räume hinter den Wänden. Dort finden wir ein goldenes Blatt, welches all unsere Leben wieder auffüllt und uns sogar ein weiteres hinzufügt.

Gegner und Endbosse

Auch die Gegner wechseln mit jeder Welt. Grundsätzlich gibt es jedoch nur zwei Unterscheidungen: Nahkämpfer und Fernkämpfer.

Die Endbosse sind es, die mir Frustmomente beschert haben. Denn erstmal gilt es herauszufinden, wie der jeweilige Boss besiegt werden kann. Jeder von ihnen besitzt individuelle Angriffe und Schwachstellen. Um ihn letztendlich zu besiegen, benötigen wir schnelles Fingergeschick und größte Konzentration, oder wie in meinem Fall, viele Versuche.

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Ponpu ©Zordix Publishing

Freut euch nicht zu früh, wenn ihr einen Endgegner besiegt habt. Denn fast jeder wird in einer anderen Welt wiederkehren und bereits auf euch warten.

Team Deathmatch

In diesem Multiplayer-Modus treten vier Spieler gegeneinander an. Das Ziel hierbei ist, unsere Gegner mithilfe der Bomben zu eliminieren, um so als letzter zu überleben.

Bei dem Titel Team Deathmatch dachte ich, es ginge wie gewohnt darum, so viele Kills und so wenig Tode wie möglich zu erzielen. Da wir jedoch als letzter überleben müssen, handelt es sich eher um ein Battle Royale.

Wie wir in den anderen Modi sehen werden, stehen auch hier verschiedene Karten zur Auswahl. Je verwinkelter und enger die Arena ist, desto schwieriger wird es, den Gegner mit einer Bombe zu treffen.

Daher empfehle ich Anfängern eine großflächigere Arena zu wählen und sich langsam an die Geschwindigkeit in Multiplayer-Modi zu gewöhnen. Anders als im Story-Modus müssen wir noch schneller reagieren und die richtigen Tasten drücken.

Das Training gegen computergesteuerte Gegner ist ebenfalls sehr hilfreich. So können wir uns mit den verschiedenen Arenen und den Spielmodi vertraut machen.

Münzen-Diebstahl

Der Münzen-Diebstahl ähnelt dem Team Deathmatch sehr: dieselben Arenen und dieselbe Mechanik, Bombe platzieren und Gegner töten – soweit so gut. Nur diesmal verlieren unsere Feinde Münzen, wenn wir sie treffen oder töten.

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Ponpu ©Zordix Publishing

Tode spielen in diesem Modus keine Rolle, da wir unendlich viele Male respawnen können. Dies ist perfekte Möglichkeit, um an unserem Killer Rache zu üben und die verlorenen Münzen zurückzuholen. Denn am Ende gewinnt der Spieler mit den meisten Münzen.

Mal-Duell

Dieser Multiplayer-Modus unterscheidet sich grundlegend von den anderen. Denn hier benötigen wir die Bomben nicht um unsere Gegner auszuschalten, sondern um das Spielfeld mit Farbe zu besprühen.

Es treten zwei gegen zwei Spieler an. Das Team, welches den größten Teil der Arena mit seiner Farbe bemalen konnte, gewinnt. Bei diesem bunten Modus kam mir noch ein anderes Spiel in den Sinn – Platoon. Nur heißt es hier nicht Pinsel heraus, sondern Bombe legen und los.

Grafik und Sound

Die Grafik war für mich zunächst gewöhnungsbedürftig. Während das Spiel selbst in einem schlichten grau-weißem Design gehalten ist, werden die Figuren und Gegenstände mit knallig bunten Farben umrandet. Dies ist eine wirklich verrückte Farbgebung, die das Spiel einzigartig macht.

Glücklicherweise ist das Spiel nicht durchgehen farbig, beziehungsweise mit farbigen Akzenten versehen. Das würde die Augen auf Dauer zu sehr beanspruchen und die nötige Konzentration schwächen.

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Ponpu ©Zordix Publishing

Der Sound ist genauso, wie ich ihn für ein Spiel dieser Art erwartet hätte. Einfache, eingängige Melodien und Soundeffekte runden den Bomberman-Klassiker im Entengewand ab.

Ponpu
EntwicklerPurple Tree Studio
PublisherZordix Publishing, Green Man Gaming Publishing
GenreAction, Indie
KonsolePlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch, PC
Text/SpracheEnglisch, Deutsch und andere
Spieleranzahl1 bis 4
Veröffentlichungsdatum2. Dezember 2020
USK12
UVP13,99€
Überblick der Rezensionen
Story/Atmosphäre
8
Charaktere
6
Spieldesign
8
Balance
8
Grafik & Sound
9
Preis-Leistungs-Verhältnis
7
Gaming, Bücher, Konzerte/Festivals und meine CD-Sammlung sind meine Leidenschaften. Ich zocke am Pc und auf der Nintendo Switch. Dabei sind Shooter, Battle Royale, Renn- und Simulationsspiele meine Favoriten. Mein Lieblingsgame? Pokemon Platin und FlatOut 2 ♡

2 Kommentare

  1. Top Artikel wiedereinmal :) Ich muss mich wohl doch nochmal an das Spiel setzen, das letzte mal hatt die Grafik meine Gehirnzellen getötet :D
    Mach weiter so, freut mich jedes mal wieder etwas von dir zu lesen :)

    LG

    • Vielen Dank :)
      Auf den Bildern in der Gamekritik und im Review kann man schön die Veränderung sehen. Die Konturen sind jetzt schärfer und einfarbig. Auch mein Kopf und meine Augen sind dafür sehr dankbar ;)
      LG

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