Harvest Moon ist zurück und führt uns in das verlorene Tal. Der Winter hält das Land fest im Griff und das obwohl eigentlich Frühling ist. Ein Wichtel kennt die Lösung, doch ohne Hilfe wird sich im Verlorenen Tal nichts ändern. Ob wir wohl dem harten Winter trotzen können?

Um was geht es in diesem Spiel?

Harvest Moon: Das verlorene Tal ©Natsume
Harvest Moon: Das verlorene Tal ©Natsume
Ausgerechnet jetzt, wo der Winter hier alles im Griff hat, müssen wir uns mitten in den Bergen verlaufen. Doch was vernehmen da unsere Ohren? Eine seichte Stimme weißt uns den Weg und siehe da, da vorne ist eine Hütte. Was für ein Glück wir doch haben, denn die Stimme bietet uns genau diese Hütte an. Wie sich schon bald herausstellt, hat uns ein kleiner Erntewichtel vor der eisigen Kälte gerettet. Doch das ist noch längst nicht alles, denn in diesem Erntewichtel erwacht Hoffnung und so erzählt er uns von einem kleinen Tal, diesem Tal, das nur noch den Winter kennt.
Als letzter Erntewichtel, der noch nicht in den Schlaf verfallen ist, kann er nichts am Schicksal dieses, von Kälte gebeutelten Tals, ändern. Er alleine vielleicht nicht und so bittet er uns um Hilfe und darum die Erntegöttin wieder zurückzubringen. Doch dies ist leichter gesagt als getan, denn zuerst muss einiges an Arbeit in das Tal gesteckt werden um die weiteren Erntewichtel aus ihrem Schlaf zu reißen. Die Bitte abzulehnen, kommt für uns natürlich nicht in Frage und so wird in die Hände gespuckt und angepackt, denn jetzt erwartet uns eine Menge Arbeit.

Umsetzung

Story
Die Grundgeschichte an sich mag zwar zunächst in wenigen Sätzen erzählt sein, dennoch bietet sie einen sehr langen roten Faden dem man zudem sehr gut folgen kann.

Steuerung
Die Steuerung ist im Grunde rechte einfach gehalten worden, dennoch bedarf sie erstmals ein wenig Feldversuche. Im Vergleich zu anderen Teilen der Reihe wird hier einem als Spieler einiges an Klick-Arbeit abgenommen, was an der ausgeklügelten Steuerung liegt. Mit nur vier Tasten (Y, X, A, B) lassen sich alle Tätigen schnell und sauber erledigen, da nicht wie sonst Werkzeuge und Co. erst über das Inventar ausgerüstet werden müssen.

Aufwendiger wird die Steuerung dann schon, wenn man erste Gebäude setzt oder gar wenn man versucht ein bestimmtes Feld zu markieren. Steht man nicht in der richtigen Position daneben, kann es schon einmal zu einer sehr störenden und nervenden Situation werden. Über das Steuerkreuz jedoch, lässt sich die Blickrichtung des Charakters in der Regel schnell korrigieren. Trotz mehr als 40 Stunden Spielzeit, ist mir die Korrektur über das Steuerkreuz immer noch nicht ins Blut übergegangen.

Anliegen
Das Anliegen System ist einfach gesagt nur ein Auftragssystem und von diesen Anliegen gibt es so einige. Neben der zentralen Geschichte des Spiels, stehen auch persönliche Wünsche der NPCs im Raum, wodurch man hier die Charaktere tiefer kennen und durchaus auch lieben lernen kann.

Wenn man mal an einem Anliegen nicht weiterkommt, lohnt sich ein Blick in das entsprechende Menü. Dort kann das Ganze nochmal kurz nachgelesen werden und zur Not auch weitere Informationen abgerufen werden, wie Beispiels welche Blumen Sonja möchte und vor allem auch wie viele sie für ihren Strauß benötigt.

Sonstiges
Das Grundprinzip der Harvest Moon-Serie bleibt grundsätzlich erhalten: Gemüse, Obst und Blumen anbauen, sowie Tiere halten und züchten und sich vor allem gut mit den Bewohnern stellen.

Neue Gebäude erhält man dank einem verrückten Wissenschaftler und seinem „ARCHITEKT“. Natürlich werden für die Gebäude diverse Materialien benötigt, die man wiederum in Bergwerken und Höhlen abbauen kann, was sich als ziemlich unspektakulär herausstellt. Ebenso wie das Holzfällen und das Fangen von Fischen .

Grafik

Bei der Grafik zeigt „Das verlorene Tal“, im Vergleich zu anderen Harvest Moon-Titeln, sich eher schwach. Grundlegend ist zwar alles recht hübsch gestaltet, aber die Texturen hätten ruhig ein wenig kräftiger sein dürfen. Sie wirken eher weich, für meinen Geschmack wohl etwas zu weich. Hier hat man meiner Ansicht nach einfach ein wenig Potenzial verschenkt, das definitiv vorhanden war.

Sound

Der Sound ähnelt zwar den Spielen der Vorgängertitel, weckt in mir aber nicht das Typische Harvest Moon-Feeling. Da fehlt einfach noch das gewisse Etwas. Die Melodien an sich sind dennoch großteils ruhig und angenehm. Da das Spiel jedoch diverse Spielstunden bietet, kann diese aber auch mal etwas nervig werden, vor allem dann, wenn man ihm in stundenlangen Wiederholungen lauschen muss.

Extras

Das Spiel selbst wartet nicht mit Extras auf, doch gibt es ein paar kostenlose DLCs. Dabei handelt es sich um alternative Kleidung für den weiblichen oder männlichen Hauptcharakter. Nicht gerade spektakulär, aber immerhin Etwas.

Fazit

Harvest Moon: Das verlorene Tal ist der neueste Ableger für den Nintendo 3DS und man merkt sofort das hier nicht das übliche Entwicklerstudio am Werk war. Als eingefleischter Harvest Moon-Fan bekommt man anfänglich eher das Gefühl ein billiges Plagiat aus China in der Hand zu halten und dennoch kann das Spiel von sich überzeugen und auch fesselnd sein, wenn man ihm nur eine Chance lässt.

Wie üblich ist Harvest Moon eher auf Spieler ausgelegt, die wirklich Zeit in ein Spiel investieren wollen, denn es gibt wie immer viel zu tun. In einer handvoll Stunden ist hier nicht viel zu schaffen. Das Tal kann nämlich nach Belieben umgestaltet werden und dabei gibt es nur wenige Grenzen. Zudem muss man auch die Flora und Fauna im Auge behalten, denn manches Gemüse wächst besser in höheren Ebenen und Anderes in tieferen. Das Einzige was mir bisher fehlt ist der Zugang zu einem Dorf oder einer Kleinstadt, aber Dank täglichen Besuchs von NPCs ist man eigentlich nie alleine und tendenziell gut versorgt.

Lektoriert von Sabine S.
Harvest Moon: Das verlorene Ta
Publisher Rising Star Games
Entwickler Tabot Inc.
Veröffentlichungsdatum 19. Juni 2015
Genre Simulation
Plattform Nintendo 3DS
Text Deutsch
Spieleranzahl 1
USK 0
UVP 39,99
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Story
6
Steuerung
8
Spielmechanik
7
Grafik
7
Sound
8
Extras
5
Preis-Leistungs-Verhältnis
8
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Ich bin ein 88er Jahrgang, Gamer, Manga und Anime Freak sowie Blogger. Ich fühle mich in fast jedem Genre zuhause und bin für neue Dinge, mögen Sie noch so verrückt sein, zu haben. Ich Spiele derzeit Pokémon Mond, Paragon, Final Fantasy XIV und XV sowie Dishonored 2. Haltet einfach mal nach Fyoouki ausschau ;)