Filmkritik: Dragon Ball Super: Broly

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Dragonball Super: Broly ©Toei Animation Co., Ltd., Kazé Anime

Broly, der legendäre Super Sayajin, ist zurück und jetzt nicht mehr nur als Antagonist in Filmen, die außerhalb der Serienkontinuität spielen, sondern nun als Teil des Kanons.

Um was geht es?

Der Film beginnt mit einer längeren Rückblende und erzählt die Geschichte von Broly und seinem Vater Paragus in einer neuinterpretierten und dem Stil von Dragon Ball Super angepassten Variante.
Die Grundzüge wurden aber vom ersten Film „Der legendäre Super Sayajin“ beibehalten und so ist Broly auch jetzt schon als Baby ungewöhnlich stark. Das gefällt weder Vegeta dem König der Sayajins, seinem Sohn noch dem Planeten überhaupt nicht und so wird er auf einen weit entfernten Planten verbannt.

41 Jahre später, in der Gegenwart, nach dem Turnier der Kraft und somit nach dem Ende von „Dragon Ball Super“, sind Son Goku und Vegeta, wie sollte es auch anders sein, am Trainieren. Was dann folgt, wird aus Rücksicht auf Spoiler nicht verraten. Aber so viel kann gesagt werden: Das Rad wird hier nicht neu erfunden. So bekommt man was man erwartet.

Eindruck

Ähnlich wie es das Marvel Cinematic Universe vormacht, so wird sich auch hier der Methode des Retconnings bedient. Das bedeutet, dass manche Details quasi rückwirkend eingebaut werden, um etwaige Ungereimtheiten zu berichtigen oder einfach mehr Hintergrundgeschichte im Nachhinein zu erschaffen.

Gerade mit Hinblick auf die alten, nicht hochauflösenden Abenteuer, in denen der legendäre Super Sayajin auftrat, sieht Broly in HD großartig aus. Was dem geneigten Zuschauer jedoch auffallen könnte, ist, dass der Stil etwas anders aussieht als bisher. Grund hierfür war die Anpassung an den aktuellen Stil von Dragon Ball Erfinder Akira Toriyama.
Das muss nicht automatisch etwas schlechtes sein, jedoch ist es im ersten Moment ungewohnt und wird wohl in Zukunft erst einmal so bleiben.

Wie schon bei den beiden vorangegangenen Filmen wird auch hier nicht mehr alles gezeichnet, sondern noch einmal mehr als bisher computeranimierte Elemente verwendet. Was sich bisher hauptsächlich auf Kamerafahrten und der Gleichen beschränkte, wird jetzt auch für die Auren beim Aufladen der Kämpfer oder für Raumschiffe benutzt. Das fällt optisch aus dem Rahmen und wirkt in den Fällen eher störend und erinnert an die Verschlimmbesserung, wie sie seinerzeit „Ghost in the Shell“ widerfahren sind.

Auch was die musikalische Untermalung angeht schlägt „Broly“ in die selbe Kerbe wie schon „Resurrection F“ und untermalt mit teils gewöhnungsbedürftigen Stücken das Geschehen.

Um aber nicht nur zu nörgeln, sondern auch etwas Gutes hervorzuheben, sei erwähnt, dass es immer wieder kleine Details gibt und Verweise, die sich auf vorangehende Geschichten beziehen und so für den einen oder anderen Aha-Moment sorgen. Ebenso sind die meisten der Synchronsprecher aus „Dragon Ball Z“ wieder an Board, nachdem es bei der nachbearbeiteten Fassung „Dragon Ball Kai“, zum Unmut vieler Fans, nicht der Fall war.
Allen voran sei Gerrit Schmidt-Foß erwähnt, der schon früher Broly sprach und seine Stimme unter anderem Leonardo DiCaprio oder Jim Parsons in „The Big Bang Theory“ leiht.

Natürlich kann man den Film auch ohne jedes Vorwissen sehen und sicherlich auch gut finden, aber mit dem Wissen der reichen Geschichte rund um die sieben magischen Kugeln im Hinterkopf wird einem jedoch so viel mehr geboten.

Dragon Ball Super: Broly
Original Titelドラゴンボール超 ブロリー, Doragon Bōru Sūpā Burorī
Kinostart30.07.2019
Genre‎Action, ‎Shōnen
Dauerca. 100 Minuten
FSK12
RegieTatsuya Nagamine
DrehbuchAkira Toriyama
StudioToei Animation Co., Ltd.
SynchronsprecherTommy Morgenstern, Oliver Siebeck, Claudia Urbschat-Mingues, David Nathan, Sebastian Kluckert, Gerrit Schmidt-Foß

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