Gamekritik: Chivalry II Closed Beta

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Gamekritik Chivalry II Closed Beta
Chivalry II ©Torn Banner Studios

Am vierten Aprilwochenende fanden die Closed Beta Playtests von Chivalry II statt. Wir haben uns auf das mittelalterliche Schlachtfeld gewagt und erste Eindrücke gesammelt.

Worum geht es bei Chivalry II?

Chivalry II taucht in die epischen Schlachten des Mittelalters ein. Auf Turnieren stellen adelige Ritter ihr Können unter Beweis. Brennende Pfeile tauchen Schlachtfelder in einen Ort voller Tod und glühender Asche, aus der nur eines der beiden rivalisierenden Häuser siegreich hervor gehen wird. Adler und Löwe schicken nur die besten ihrer Männer in den Kampf, damit sie sie zum Sieg und Glorie führen.

Erster Eindruck

Die Closed Beta Playtests von Chivalry II fanden am vierten Aprilwochenende statt. Neben dem Tutorial und dem Modus Team-Deathmatch, konnten die vier Klassen mit ihren Waffen und zwei Maps getestet werden.

Wir starten sofort in das umfangreiche Tutorial. Dort werden uns alle Angriffe und Tastenkombinationen gezeigt, die wir sogleich an der KI testen können. Bereits an dieser Stelle offenbart sich die träge Mechanik des Spiels.

Unser Charakter reagiert nicht sofort nach Eingabe des Befehls. Die KI hingegen vollführt ihre programmierten Bewegungen perfekt aus. Kombiangriffe sind im Tutorial nur schwer bis gar nicht machbar. Bis unser Ritter zwei Angriffe hintereinander ausführt, hat die KI bereits ihren Gegenangriff gestartet.

Damit Kombiangriffe in der Theorie funktionieren, müssen Bewegung und Befehl im richtigen Moment ausgeführt werden. Wird eine Taste wenige Millisekunden zu spät gedrückt, scheitert die Kombi. Genau das geschieht bei dieser trägen Mechanik leider sehr oft.

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©Torn Banner Studios

Im anschließenden Team-Deathmatch hat sich zwar nichts an der Mechanik geändert, doch man gewöhnt sich nach ein paar Runden daran. Timing ist alles, um den Gegner zu besiegen. Dazu müssen wir unseren Angriff frühzeitig planen, aber auch den Angriffsradius unserer Waffe einschätzen können.

In Chivalry II stehen die vier Klassen Bogenschütze, Vorhut, Fußsoldat und Ritter zur Auswahl. Jede von ihnen kommt mit einer anderen Waffe und Fähigkeit. So greift der Fußsoldat mit einer Hellebarde an und verwendet eine Bombe als speziellen Angriff. Durch das Spielen der Charaktere erhalten sie Erfahrung und schalten andere Waffen frei. Grundsätzlich besitzt jede Klasse eine Primär- und eine Sekundärwaffe.

Auf dem Schlachtfeld und dem Turniergelände können wir unsere Gegner in die Knie zwingen. Auf jeder Map stehen sich die beiden Seiten Agatha und Mason gegenüber. Ersteres Wappen ziehrt einen weißen Löwen auf blauem Grund und letzteres einen schwarzen Adler auf rotem Grund. Für welches der beiden Häuser wir kämpfen, entscheidet der Zufall.

Die Entwickler haben besonderen Wert auf eine authentische und sehr blutige Schlacht gelegt. Bereits nach kurzer Zeit ist das Schlachtfeld in Blut getränkt und wir sehen abgetrennte Körperteile und Köpfe herumliegen.

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©Torn Banner Studios

Mit etwas Glück können wir genau dabei zusehen, wie der Kopf eines Feindes abgetrennt wird oder er seine Arme verliert. Durch ausreichend spritzendes Blut soll dieser Anblick möglichst realistisch dargestellt werden. Wir können den abgeschlagenen Kopf sogar aufheben und mit uns herumtragen, nur bringt er uns leider nichts.

Weniger realistisch ist es jedoch, wenn ein Messer in unserer Brust steckt und wir weiterkämpfen, so als ob nichts passiert wäre. Jede Waffe kann auf den Gegner geworfen werden und bleibt auch in seinem Körper stecken, wenn der Schaden für einen Kill nicht ausreichend war. Steckt eine gegnerische Waffe in unserem Körper, kann das gerne mal unser Sichtfeld beeinträchtigen.

Um das Blut noch mehr in den Fokus zu rücken, haben sich die Entwickler besonders Mühe bei den Soundeffekten gegeben. Die Schlachtfeldgeräusche bestehen hauptsächlich aus schreienden Menschen und lautem, spritzendem Blut.

Zu guter Letzt gibt es noch einen Kritikpunkt, der das Team-Deathmatch im Gesamten betrifft. In diesem Modus gilt Friendly Fire. Das heißt, wir können unsere eigenen Teamkameraden töten. Das passiert leider recht häufig bei der Masse an Spielern. Bei dem großen Angriffsradius der Waffen ist es leicht, Gegner und Verbündeten mit einem Schlag zu treffen.

Fazit

Der Closed Beta Playtest von Chivalry II hat uns einen sehr interessanten ersten Eindruck des Titels verschafft. Das Tutorial und die träge Mechanik wirken sich leicht negativ auf das gesamte Spielerlebnis aus und müssen noch überarbeitet werden. Friendly Fire macht das Spiel zwar realistischer, verstärkt jedoch das Ungleichgewicht von guten und schlechten Spielern. Das Schlachtfeld und die Kämpfe wirken realistisch und bieten auch ein paar lustige Momente, wobei das viele Blut am Ende Geschmackssache ist.

Gamekritik Chivalry II Closed Beta
©Torn Banner Studios

Hier gelangt ihr wie immer zu weiteren spannenden Gamekritiken.

Chivalry II
EntwicklerTorn Banner Studios
PublisherTripwire Interactive, Deep Silver
GenreAction
KonsolePlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S, PC
Text/SpracheEnglisch, Deutsch und andere
Spieleranzahl1 bis 4
Veröffentlichungsdatum 8. Juni 2021
USK18
UVP35,99 €
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3. Mai 2021 21:12

Das Game hatt durchaus viel Potenzial finde ich, vorallem an Blut :D
bei solchen Spielen kann es ja nicht genug Blut geben.
Ich finde du hast mit deinem Artikel ziemlich alles auf den Punkt gebracht.Das mit der Mechanik ist mir auch aufgefallen, wobei ich nicht mit Sicherheit sagen kann ob es ein Fehler ist oder den veralteten überlasteten Serven zuzuschreiben ist. Das sollten die Entwickler echt beheben da diese Laggs und Verzögerungen den Spielspaß doch verkleinern. Ansonsten toller Artikel, mach weiter so :)

LG
Deathgun