Nach wenigen Tagen endete die Big Alpha des neuen Online-Shooters „Evolve“ von Turtle Rock und 2K. Die Erwartungen sind groß und bisher wurde das Spiel auf Messen und veranstaltungen mit Auszeichnungen und Lob überhäuft. Auch wir hatten die Chance auf der Xbox One an der Big Alpha teilzunehmen und wollten nachfolgend unsere Eindrücke der 4vs1 Monsterjagd mit euch teilen.

Story

Die Story von Evolve ist schnell erzählt. Auf verschiedenen Maps, die im übrigen relativ groß sind, gehen 4 Hunter auf die Jagd nach einem Monster und müssen es Töten. Das Monster dagegen muss bestimmte Punkte auf der Map zerstören, um zu gewinnen. Dabei werden neben den Huntern auch das Monster von einem Spieler gesteuert. Die Hunter haben jeweils unterschiedliche Eigenschaften, die im Zusammenspiel das Monster leichter zu Fall bringen können. In der Big Alpha standen Markov (Schütze), Maggie (Fallenstellerin) mit ihrem kleinem Spürmonster Daisy, Val (Sanitäter), Hank (Unterstützer) und das Monster Goliath zur Auswahl. Im fertigen Spiel wird es doppelt so viele Spielbare Charaktere geben. Als Hunter ist Eile geboten, denn je schneller man dem Monster auf die Spur kommt, desto leichter ist es zu erledigen. Ganz sorglos kann man dem Monster aber nicht hinterher hetzen, denn auf der Jagd wird man von verschiedenen anderen Tieren, kleineren Monstern oder fleischfressenden Pflanzen attackiert. Um größere Hindernisse schnell überwinden zu können, hat jeder Hunter eine Art Jetpack, der sich von alleine wieder auflädt.

Als Monster dagegen sollte man sich anfangs soweit wie möglich von den Huntern entfernt aufhalten und die umherlaufenden Tiere und Monster fressen, um sich zu stärken. Denn nur so erreicht man das benötigte Level 3, um die zerstörbaren Punkte auf jeder Map attackieren und das Spiel gegen die Hunter gewinnen zu können. Auf der Map mit dem Staudamm ist es beispielsweise ein Power-Relay das es zu zerstören bzw. zu verteidigen gilt.

Steuerung

Die Steuerung ist als Hunter und Monster recht eingängig und man kommt schnell zurecht. Geübte Shooter-Spieler sowieso. Einzig mit dem wechseln der Waffe hatte ich anfangs Probleme. Jeder Hunter hat vier auf seine Fähigkeiten abgestimmte Waffen, die mit einer bestimmten Taste ausgewählt werden müssen. Sinnvoll wäre es gewesen diese Funktion auf das Steuerkreuz zu legen, hat man aber nicht getan. Aber spätestens nach der dritten Runde kam man mit diesem eher eigenwilligen Waffenwechsel-System klar.

Grafik

Bei Evolve kommt die CryEngine zum Einsatz, die schon in der Alpha einen guten Job macht. Die Atmosphäre ist eher düster und stimmig, so wie man sie sich für eine Monsterjagd wünscht und vorstellt. Die Vegetation und auch die verschiedenen Tiere und Monster wurden lebendig gestaltet und fügen sich dem gesamten Leveldesign wunderbar ein. Sollte man sich als Hunter mal etwas weiter von der Gruppe entfernt haben, wird einem per Icon in der jeweiligen Bildschirmecke angezeigt, wo sich die anderen Teammitglieder befinden, damit man schnell wieder zu ihnen zurück findet. Bei manchem Animationen hatten wir allerdings das Gefühl, dass noch mal nachgebessert werden könnte. Zum Beispiel, wenn das Monster ausholte und zuschlug sah es teilweise so aus, als ob das Monster nur Luftlöcher schlägt, als Hunter wurde man aber trotzdem getroffen. Insgesamt machte die Grafik trotzdem einen bereits recht fertigen Eindruck.

Sound

Beim Sound hatten wir einen ähnlichen Eindruck, wie schon bei der Grafik. Auch hier wirkte alles sehr stimmig und man hatte dank der Unterstützung zahlreicher Soundeffekte wirklich das Gefühl auf der Jagd zu sein. Das schreien des Monsters erinnerte teilweise stark an das Geräusch von Roland Emmerich’s Godzilla. Die Kampfgeräusche von Monster, als auch der Hunter wirkten passend und nicht fehl am Platz. Man nahm den Soundesignern ab, dass die Waffen und auch die Monster genau solche Laute machen würden.

Evolve von den Turtle Rock Studios und 2K soll am 10. Februar 2015 in den Handel kommen. Es kann bereits für Xbox One, PlayStation 4 und PC bei Amazon.de vorbestellt werden.