Review: Pokémon: Let’s Go, Pikachu! für Nintendo Switch

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Pokémon: Let's Go, Pikachu! ©Nintendo / Screenshot ©sevengamer

Mit Pokémon Let’s Go! Pikachu sowie Pokémon Let’s Go! Evoli wagen sich die Macher hinter Pokémon nun weg vom Nintendos 3DS-System und hin auf die Nintendo Switch. Doch ob das wirklich gut ging und ob das Spiel auch Spaß macht, verraten wir in unserem Review!

Um was geht es?

Pokémon: Let’s Go, Pikachu! ©Nintendo / Screenshot ©sevengamer
Der langersehnte Tag ist gekommen, an dem wir unser erstes Pokémon von Professor Eich bekommen und somit offiziell ein Pokémon-Trainer werden. Als wir das Labor betreten, ist vom Professor jedoch keine Spur zu sehen. Unsere Suche nach ihm führt uns an den Rand der Stadt. Doch was ist das? Ein wildes Pikachu direkt hier vor uns?

Welch wunderbare Gelegenheit, denn so kann uns der Professor gleich mal erklären, wie man Pokémon fängt und das möchten wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Mit unserem frisch gefangenen Pikachu im Schlepptau, marschieren wir zusammen mit unserem Mentor zurück zum Labor.

Wir können es kaum erwarten, denn schon bald werden wir der beste Trainer der Welt sein und uns an die Spitze der Top 4 kämpfen. Doch unser Weg wird noch weit sein. Und egal welche Gefahren auf uns lauern, wir werden nicht aufgeben!

Story

Die Story ist relativ simpel und genau genommen recht flach, jedoch waren die Pokémon-Titel bisher nicht wirklich für hardcore Storys bekannt. Doch das Grundprinzip hinter der Story bleibt sich hier zumindest selbst treu. Als Spieler bekommt man sein Pokémon, macht sich auf den Weg und kämpft gegen Trainer, Arenaleiter und letztlich gegen die Top 4. Die einzige Abwechslung bieten die Begegnungen mit Team Rocket und ihren dunklen Machenschaften.

Charaktere

Wie für die Pokémon-Titel üblich, haben die Charaktere in der Regel nur wenig Tiefe. Wer nicht gerade die Serie kennt und dadurch bekannte Gesichter wiederfindet, wird hier nur kaum eine große Bindung zu diesen aufbauen können.

Wenige Ausnahmen bilden da zum Beispiel der beste Freund, den man ab und an an verschiedenen Orten antreffen kann oder das berühmte Verbrechertrio aus Team Rocket: Jessi, James und Mauzi. Aber auch hier hält sich das Ganze recht beschränkt.

Synchronisation

In Punkto Synchronisation gibt es ehrlich gesagt nicht wirklich viel zu sagen. Lediglich unser kleiner Freund Pikachu hat eine Stimme verliehen bekommen und versucht mit dem pokémonüblichen Sprachgebrauch mit uns zu kommunizieren.

Spieldesign

Die ersten Schritte
Bevor man in das eigentliche Spiel einsteigt, muss man sich für einen Controller entscheiden, den man verwenden möchte. Gespielt werden kann jeweils mit nur einem der Joy-Con, mit dem Pokéball Plus oder im Handheld-Modus. Anschließend wählt man noch die Sprache, die später nicht mehr geändert werden kann und startet anschließend das Spiel.

Der altbekannter Professor Eich begrüßt uns und stellt uns die Wesen vor, die man Pokémon nennt. Anschließend dürfen wir unseren Avatar auswählen: Hier kann man das Geschlecht, eine Hautfarbe und einen eigenen Namen auswählen. Nun dürfen wir unserem Freund aus Kindertagen und Rivalen einen Namen geben. Wie einige Facebook-Posts zeigten, kann man hier sehr kreativ sein.

Ein wirklich aufwendiges Tutorial findet man in Pokémon Let’s Go natürlich nicht. Durch die erste Begegnung mit Professor Eich und dem ersten Pokémon lernt man, wie man Pokémon fängt. Wer jetzt erwartet hat, hier die Pokémon wie üblich zu fangen, in dem man sie bekämpft, schwächt und dann mit einem Ball fängt, wird hier enttäuscht. Gefangen werden die kleinen Taschenmonster so wie in dem Handyspiel „Pokémon Go!“ aus dem Hause Niantic: Abwarten bis der Kreis um das Pokémon kleiner wird, Pokéball werfen und hoffen, dass das Monster darin sitzen bleibt. Leider ist das nicht so spannend wie üblich, aber für die Zielgruppe dennoch passend und funktional.

Die Steuerung

Pokémon: Let’s Go, Pikachu! ©Nintendo / Screenshot ©sevengamer
Wie vorab bereits erwähnt, kann man zwischen vier Steuerungsvarianten wählen: Linker Joy-Con, Rechter Joy-Con, Pokéball Plus oder im Handheld-Modus.

Die einzelne Steuerung mit nur einem der beiden Joy-Con empfinde ich persönlich viel zu umständlich und wenig intuitiv. Die Steuerung mit dem Pokéball Plus hingegen finde ich spannend und auch herausfordernd. Gerade beim Fangen der Pokémon, wenn diese unruhig hin und her hüpfen, ist der Pokéball Plus fordernd.

Die Steuerung mit einer Hand hat sich als ziemlich angenehm entpuppt. Mit dem Control-Stick kann man seinen Avatar bewegen und drückt man diesen, fungiert dieser als „A“-Knopf, womit man seine Auswahl bestätigen kann. Drückt man den oberen Knopf, entspricht das der „B“-Taste zum Abbrechen. Drückt man den Knopf in freien Bereichen, kann damit das Menü aufgerufen werden. Schüttelt man ihn, gelangt man direkt in das Menü, um mit seinem Pokémon spielen zu können.

Pokémon finden, trainieren und kämpfen
Wie man Pokémon fängt, habe ich oben bereits erwähnt. Diese zu suchen und zu finden, finde ich richtig toll: Die Pokémon tauchen auf der Karte auf. Hat man eines gefangen, erhalten manche herumlaufende Pokémon einen blauen oder einen roten Schleier. Ein blauer Schleier bedeutet, dass das Pokémon schwach ist und eine roter, dass dieses ein starkes Exemplar seiner Gattung ist.

Pokémon trainiert man einerseits, wie gewohnt über die Kämpfe, andererseits erhalten sie auch beim Fangen von anderen Pokémon Erfahrungspunkte. Grundsätzlich bekommen alle Monster im Team Erfahrungspunkte.

Eine Alternative zu den Erfahrungspunkten sind die Poké-Bonbons, die man unter anderem dadurch erhält, dass man dem Professor, ähnlich wie im Handyspiel, Pokémon schickt. Mit dem Flottbonbon lässt sich die Initiative eines Pokémon erhöhen und mit einem Gripsbonbon lässt sich hingegen der Spezialangriff erhöhen. Wie viele Bonbons das jeweilige Pokémon benötigt, variiert.

Kämpfe hingegen entsprechend der üblichen Natur der Pokémon-Spiele. So zeigen Wasserpokémon schwäche gegenüber Blitzattacken, während Steinpokémon wie Onix das nicht mal annähernd juckt. Auch gibt es 2vs2-Kämpfe, die man nicht unbedingt alleine bestreiten muss.

Zu zweit und doch allein
Pokémon Let’s Go bietet die Möglichkeit zusammen mit Freunden zu spielen und das im wahrsten Sinne des Wortes. Sobald ein zweiter Spieler einen Joy-Con in die Hand nimmt und diesen schüttelt, fällt von oben ein zweiter Avatar herab.

Leider ist die Funktionalität des zweiten Avatars ziemlich eingeschränkt: Er kann sich mit uns fast überall hinbewegen, fängt mit uns zusammen Pokémon und hilft uns in Kämpfen, auch wenn das manchmal etwas unfair erscheint. Selbst wenn der Gegner in Unterzahl ist, steht unser Kollege an unserer Seite.

Aber er kann keine Kämpfe und Fangszenarien auslösen und auf Wasserwegen ist er ebenfalls keine große Hilfe. Hier hätte man durchaus das Potenzial dieses Charakters nutzen können, denn so fühlt man sich durchaus auch ein wenig allein gelassen.

Unser Ziel, Partner und das Menü

Pokémon: Let’s Go, Pikachu! ©Nintendo / Screenshot ©sevengamer
Natürlich ist unser Ziel die Top 4 der Pokémon-Liga herauszufordern und an deren Spitze zu treten, doch zunächst müssen wir quer durch Kanto reisen, die acht Arena-Orden sammeln und uns immer wieder den Bösewichten von Team Rocket in den Weg stellen.

Natürlich ist die Beziehung zu unserem Pokémon auch sehr wichtig. Wir können mit ihm spielen, ihn füttern und vor allem erlernt es die Geheimtechniken, die wir einst noch als VM kannten. Unserem Partner also die entsprechende Liebe entgegenzubringen kann nicht schaden.

Unser Menü beinhaltet nicht nur den typischen Pokédex, sondern auch unseren Beutel, einen Teambutton, einen Kommunikationsbutton und einen Speichernbutton.

Über den Kommunikationsbutton können wir die Geheimgeschenke abfragen oder alternativ mit Freunden spielen, die entweder direkt vor Ort sind oder weit entfernt.

Grafik und Sound

Grafisch hat man es geschafft, dass Pokémon endlich etwas erwachsener geworden ist, was man letztlich natürlich nur dem Wechsel von reinem Handheld zur hybriden Konsole zu verdanken hat.

Die Auflösung von 720 p an der Switch und die 1080 p am Fernsehr, inklusive der schönen und aufpolierten 3D-Optik, können sich für einen Pokémon-Titel mehr als nur sehen lassen. Die Kampfanimationen sind im Vergleich zu der 3DS-Reihe nochmal ordentlich aufgemotzt worden und sehen teilweise echt atemberaubend aus.

Der Sound kann sich im Vergleich zu den bisherigen Titeln wirklich hören lassen. Ich bin diesmal nicht in Versuchung geraten, den Ton auszumachen. Die Musik ist ruhig, angenehm und doch motivierend. Sie wirkt in Kombination mit der Grafik schon fast richtig einladend.

Pokémon Go-App und der Go-Park
Spieler haben die Möglichkeit, das Spiel mit der Pokémon Go-App zu verbinden. Dies ermöglicht, dass man Pokémon aus der App in das Spiel übertragen kann. Jedoch sollte man sich im Klaren sein, dass dies nur ein One-Way-Ticket ist und die Pokémon nicht zurück in die App übertragen werden können.

Im Go-Park können diese dann anschließend gefangen werden.

Präsentation

Auf der Hülle strahlt uns Pikachu entgegen. Die Farbenwahl für das Cover wirkt eher matt, was das gesamte Artwork aber nicht weniger einladend macht. Mittig ragt das Logo des Spiels hervor und links unten in der Ecke steht der USK 0 Hinweis.

Auf der Rückseite finden wir wie üblich ein paar Screenshots aus dem Spiel und einige Hinweise.


Pokémon: Let’s Go, Pikachu!
PublisherNintendo
EntwicklerGame Frak
GenreRPG
KonsoleNintendo Switch
Text/SpracheDeutsch
Spieleranzahl1-2
Veröffentlichungsdatum16. November 2018
USK0
UVP39,99 €

Überblick der Rezensionen
Story
4
Charaktere
6
Synchronisation
6
Spieldesign
8
Balance
7
Grafik & Sound
10
Präsentation
5
Preis-Leistungs-Verhältnis
8
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